23. März 2024

Wildstaudenbeet anlegen in Preetz

Wildstaudenbeete mit heimischen Wildpflanzen bieten Insekten Nahrung und Lebensraum. So leisten sie einen Beitrag zum Schutz der Insektenvielfalt. Im Rahmen des Projekts „Vielfalt wächst – Klimabewusstsein erden“ fand am Samstag, den 23.03.2024 von 15:00 - 17:00 Uhr der Workshop „Blühende Wiesen richtig anlegen und pflegen“ in Preetz statt. Antje Walter, Projektleiterin des Projektes Blütenbunt-Insektenreich bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein erklärte, wie genau eine Blühende Wiese angelegt wird und worauf geachtet werden muss in Bezug auf Saatgutauswahl, Bodenbeschaffenheit, Standort, Lichtverhältnisse uvm. Außerdem wurde auch auf die insektenfreundliche Pflege eingegangen und berichten, woran man erkennt, ob eine Blühwiese sich gut entwickelt. Im Praktischen Teil des Workshops wurde das artenarme Staudenbeet vor dem Pastorat in Preetz gepflegt und mit zahlreichen heimischen Wildstauden erweitert.

Für die Überwinterung von Insekten, Kleinsäugern und Vögeln ist es wichtig, Stauden über den Winter einfach stehen zu lassen. Im Frühjahr können die abgestorbenen Pflanzenteile und Blätter entfernt werden. So wird der Boden zum Teil freigelegt. Die im Boden enthaltene ausgereifte Saat hat gute Keimbedingungen. In diesem Workshop wurde das Staudenbeet aufgewertet durch das Pflanzen von Stauden. Dabei wurden die Lichtverhältnisse im Beet berücksichtigt.

Im Gehölzschatten wurden folgende Pflanzen gepflanzt:

  • Hohe Primel, Primula elatior
  • Wilde Platterbse, Lathyrus sylvestris
  • Lathyrus vernus, Frühlingsplatterbse
  • Scophularia nodosa, Braunwurz
  • Solidago virgaurea, Goldrute
  • Agrimonia eupatoria, Odermenning

Im eher sonnigeren Teil wurden diese Pflanzen eingesetzt:

  • Centaurea scabiosa, Flockenblume
  • Dipsacus fullonum, Wilde Karde
  • Cichorium inybus, Wegwarte
  • Betonica officinalis, Echter Ziest
  • Knautia arvensis, Ackerwitwenblume

Die Entwicklung eines Wildstaudenbeetes verändert sich im Laufe der Jahre, da die Stauden sich unterschiedlich aussamen und es ist besonders spannend zu sehen, wo die Pflanzen sich ihren Platz suchen. Es muss darauf geachtet werden, dass in den ersten Jahren konkurrenzstarke Pflanzen z. B. Gräser und Moos gejätet werden. Düngen ist nicht erforderlich. Wässern ist nur in sehr trockenen Perioden nötig. Sobald die Wildstauden sich am Standort etabliert haben, kommen sie auch mit trockenen Phasen zurecht.

Viel Spaß beim Beobachten der verschiedenen Pflanzen und der Insekten, die dort Nahrung finden.

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